(0591) 9154506 info@foresight.gmbh

Hat das Zeitwertkonto auch Nachteile?

Bei der Frage danach, wie sinnvoll es ist, auf ein Zeitwertkonto zu setzen, versuchen viele, die Vor- und Nachteile einander gegenüberzustellen. Eine Recherche über das Internet zeigt in diesem Zusammenhang immer wieder, dass es offensichtlich leichter fällt, die Vorteile ausfindig zu machen, als sich mit den Nachteilen zu beschäftigen.

Oder anders: gibt es überhaupt Nachteile beim ZWK? Sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber loben immerhin das System, das es den Mitarbeitern erlaubt, beispielsweise ein komplettes Jahr freizunehmen oder sogar früher in die Rente zu starten.

Bei genauer Hinsicht zeigt sich, dass es genau einen Punkt gibt, der mit Hinblick auf das Zeitwertkonto tatsächlich als Nachteil gewertet werden könnte.

Keine kurzfristigen Auszeiten möglich – auf längere Zeitspannen ausgelegt

Ein Blick auf die besonderen Charakteristika des ZWK zeigt, dass dieses auf langfristige Auszeiten von mehreren Monaten ausgelegt ist. Dementsprechend ist diese Lösung nicht für Arbeitnehmer geeignet, die es bevorzugen, beispielsweise freitags früher in den Feierabend zu starten oder sich hin und wieder ein verlängertes Wochenende zu gönnen.

In diesem Fall sind Überstundenkonten und das altbewährte Gleitzeitmodell deutlich besser geeignet.

Ein weiterer Punkt, der sich mitunter als Nachteil ergeben kann: aufgrund der Tatsache, dass es mit dem Zeitwertkonto unter anderem kein Problem darstellt, sich beispielsweise ein Sabbath Jahr oder eine längere Elternzeit zu gönnen, ist es wichtig, die entsprechenden Auszeiten immer akribisch – und oft weit im Vorfeld – zu planen und mit dem betreffenden Unternehmen abzustimmen. Daher braucht es mitunter einen entsprechenden Weitblick, um das ZWK in vollem Umfang sinnvoll nutzen zu können.

Unternehmen empfinden es zudem oft als Nachteil, dass die Einführung des Zeitwertkontos mit einem hohen Zeitaufwand verbunden sein kann. Wer hier auf der sicheren Seite sein möchte, sollte sich unbedingt fachmännisch beraten lassen.

Fest steht: die Vorteile des Zeitwertkontos überwiegen

Wie für viele andere Bereiche gilt auch für das ZWK, dass es sowohl mit Vor- als auch mit Nachteilen verbunden ist. Wer sich jedoch ein wenig Zeit nimmt und beide Bereiche einander gegenüberstellt, bemerkt schnell, dass die Vorteile des Zeitwertkontos klar überwiegen.

Unternehmen und Arbeitnehmer, die auf das Zeitwertkonto setzen, profitieren unter anderem von:

  • einer überzeugenden Flexibilität
  • einer besseren Planbarkeit
  • einer (meist) höheren Mitarbeiterzufriedenheit
  • einem hohen Nutzerkomfort
  • maximaler Transparenz.

Dennoch wäre es falsch, mit dem klassischen ZWK ausschließlich positive Aspekte in Verbindung zu bringen. Vielmehr gilt, dass diese Art des Zeitkontos ideal auf die Bedürfnisse der Unternehmen und Arbeitnehmer abgestimmt sein muss.

Eine kompetente Beratung durch einen Fachmann kann jedoch dabei helfen, die Nachteile so gering wie möglich werden zu lassen. Wer beispielsweise:

  • Hilfe im Zusammenhang mit der Einrichtung von Zeitwertkonten in Anspruch nimmt (und sich somit auch rechtlich absichert)
  • von Vornherein darauf hingewiesen wird, dass es sinnvoll ist, die entsprechenden Auszeiten langfristig zu planen
  • Auszeiten ideal an die Auslastung des Betriebes anpasst,

kann die Vorteile des Zeitwertkontos ideal dazu nutzen, das eigene Unternehmen zu unterstützen. Die meisten Nachteile, die sich im Zusammenhang mit einem ZWK zeigen können, resultieren daraus, dass im Vorfeld Fehler gemacht oder/ und falsche Erwartungen geschürt wurden.

Fest steht: das ZWK bietet etliche Vorteile, kann jedoch NICHT im Zusammenhang mit kurzfristigen Auszeiten in Anspruch genommen werden. Wer sich hierüber im Klaren ist und gleichzeitig Auszeiten und Co. langfristig plant, hat im Zeitwertkonto eine tolle Alternative für längere Pausen vom Job (oder einen früheren Ruhestand) gefunden.