Aufhebungsvertrag mit Arbeitgeber

Aufhebungsvertrag mit Arbeitgeber

Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses durch Kündigung oder Aufhebungsvertrag

Viele Arbeitnehmer nutzen ein Zeitwertkonto, um sich „irgendwann“ eine längere Auszeit oder einen früheren Rentenbeginn zu gönnen. In der heutigen Zeit sind zahlreiche Lebensläufe jedoch von mehreren Arbeitgebern geprägt.

Keine Frage: wer möglichst viele Eindrücke sammeln, sich weiterbilden und tatsächlich seinen absoluten Traumjob finden möchte, kann hin und wieder gut beraten sein, die Arbeitsstelle zu wechseln und sich – im Idealfall – selbst zu verwirklichen.

Doch was passiert in einem solchen Fall eigentlich mit einem Zeitwertkonto? Selbstverständlich ist das Guthaben, das hierauf gesammelt wurde, nicht verloren. Stattdessen gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, wie verfahren werden kann.

Die neue Stelle und das Zeitwertkonto – welche Möglichkeiten gibt es?

Grundsätzlich stehen im Zusammenhang mit dem Wechsel zu einem neuen Arbeitgeber drei verschiedene Möglichkeiten offen, wie mit dem Guthaben auf dem Zeitwertkonto verfahren werden kann.

Diese sind:

  1. Das Guthaben wird auf ein Zeitwertkonto beim Folgearbeitgeber übertragen – sofern dieser auch die entsprechende Option anbietet
  2. Das Guthaben wird auf die DRV („Deutsche Rentenversicherung Bund“) übertragen
  3. Das Guthaben wird ausgezahlt (abzüglich der zu entrichtenden Sozialversicherungsbeiträge und der Steuern)

Zu 1.

Schließt der neue Arbeitgeber mit dem Mitarbeiter eine Wertguthabenvereinbarung ab und stimmt er der Übertragung des Wertguthabens zu, kann das Guthaben ganz einfach übertragen werden. Ein gesetzlicher Anspruch auf eine entsprechende Zustimmung besteht jedoch nicht. Liegen alle Voraussetzungen (inklusive besagter Zustimmung) vor, nimmt der bisherige Arbeitgeber die Übertragung vor. Steuern und Sozialversicherungsbeiträge werden erst bei der späteren Auszahlung fällig.

Zu 2.

Mitarbeiter können auch von ihrem Arbeitgeber verlangen, dass das Wertguthaben auf die Deutsche Rentenversicherung Bund übertragen wird. Als Grundvoraussetzung gilt hier, dass das Wertguthaben vor der Übertragung den sechsfachen Betrag der monatlichen Bezugsgröße erreicht haben muss. Im Rahmen der Übertragung werden keine Steuern bzw. Sozialversicherungsbeiträge gezahlt. Diese werden erst fällig, wenn die Auszahlung startet.

Bei der DRV Bund wird das Wertguthaben Konto dann auf einem Sonderkonto geführt und so von anderen Geldern getrennt. Auf diese Weise kann ein hohes Maß an Transparenz gewährleistet werden.

Keine Angst vor Zeitwertkonten und Kündigungen!

Die Angst davor, dass das Guthaben auf einem Zeitwertkonto im Rahmen eines Arbeitgeberwechsels verlorengehen könnte, sorgt leider immer noch dafür, dass sich einige Arbeitnehmer „sicherheitshalber“ gegen das Zeitwertkonto entscheiden. Diese Angst ist jedoch vollkommen unbegründet!

Auch dann, wenn der neue Arbeitgeber nicht die Möglichkeit bieten sollte, ein Zeitwertkonto fortzuführen, gibt es mehrere Optionen, das angesparte Geld zu schützen. Die Mitarbeiter der Foresight GmbH beraten Sie gern rund um dieses spannende Thema und zeigen Ihnen auf, wie Sie im Falle einer Kündigung bzw. eines Arbeitsplatzwechsels am besten mit Ihrem Zeitwertkonto verfahren können.

Zeitwertkonto und Kündigung?

Zeitwertkonto und Kündigung?

Das Zeitwertkonto, unter anderem auch in Kombination mit der Altersteilzeit, gehört heutzutage für viele moderne Unternehmen und Arbeitnehmer zum Alltag.

Die Kombination aus „Zeit Sammeln“ und „Auszeit nehmen“ überzeugt in den unterschiedlichsten Branchen und stellt sicher, dass oft unter anderem auch die Mitarbeiterzufriedenheit erhöht werden kann.

Aber: in der heutigen Zeit gehört ein Job, der nach der Ausbildung angefangen und bis zur Rente fortgeführt wurde, nicht zu den klassischen Standards.

Vielmehr zieht es viele Menschen in unterschiedliche Unternehmen, da sich hier beispielsweise mehr Weiterbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten bieten. Doch was passiert dann eigentlich mit dem ZWK? Lohnt es sich, bei einem Arbeitgeber zu bleiben, der der Selbstverwirklichung im Wege steht, jedoch ein ZWK anbietet?

Fest steht: sicherlich sollte niemand „nur“ aufgrund eines gut gefüllten Zeitwertkontos bei einem Arbeitgeber bleiben, wenn sich woanders bessere Chancen ergeben. Die Frage „Was passiert bei einer Kündigung mit meinem ZWK Guthaben?“ ist dennoch legitim.

Im Folgenden soll auf drei verschiedene Möglichkeiten eingegangen werden.

Möglichkeit Nr. 1: Das Guthaben auf dem Zeitwertkonto wird vom neuen Arbeitgeber übernommen

Hierbei handelt es sich sicherlich um die unkomplizierteste Variante. Das Übertragen des ZWK Guthabens ist jedoch nur dann möglich, wenn auch der neue Arbeitgeber entsprechende Möglichkeiten eingeräumt hat.

In diesem Fall wird das Guthaben einfach von einem auf das andere Unternehmen übertragen. Das Konto kann dementsprechend fortgeführt werden. Einer langen Auszeit, zum Beispiel im Rahmen eines früheren Eintritts in die Rente, steht so – ein entsprechendes Guthaben vorausgesetzt – nichts mehr im Wege.

Möglichkeit Nr. 2: Die Auszahlung

Auch wenn das Zeitwertkonto eigentlich nicht dazu gedacht ist, früher aufgelöst zu werden, besteht im Zuge eines Arbeitgeberwechsels genau diese Möglichkeit.

Aber: dieser Schritt ist eigentlich nur dann sinnvoll, wenn der absolute „Traumarbeitgeber“ wartet, der jedoch (noch?) nicht die Möglichkeit eines ZWK anbietet.

In diesem Fall ist es möglich, sich den jeweils angesparten Betrag im Zuge einer einmaligen Zahlung auszahlen zu lassen. Doch Vorsicht! Wie auch im Zusammenhang mit der klassischen Auszahlung des ZWK, zum Beispiel im Rahmen eines Sabbat Jahres, werden nun auch die Lohnsteuer und die Sozialabgaben fällig!

Möglichkeit Nr. 3: Der Weg über die Deutsche Rentenversicherung

Wer möchte, kann sein Wertguthaben auch ab einem bestimmten Betrag an die Deutsche Rentenversicherung übertragen und sich dieses im Bedarfsfall auszahlen lassen. Die DRV vertritt in diesem Fall – vereinfacht ausgedrückt – dann den Arbeitgeber, verwaltet das Guthaben und zahlt es letztendlich aus.

Was ist wichtiger? Zufriedenheit im Job oder ZWK?

Doch zurück zur Ausgangsfrage: lohnt es sich, als Arbeitnehmer einen Job zu behalten, der nicht glücklich macht, der jedoch ein Zeitwertkonto bietet?

Grundsätzlich gilt hier, dass sicherlich jeder Arbeitnehmer, der sich für die Möglichkeit einer längeren und finanziell weitestgehend abgesicherten Auszeit interessiert, individuell entscheiden muss.

Aber: es wäre auch falsch, zu behaupten, dass das Guthaben, das bis zur Kündigung (entweder durch den Arbeitgeber oder durch den Arbeitnehmer) angesammelt wurde, auf einmal weg wäre.

Die Möglichkeiten sind hier entsprechend vielfältig und bieten einen überzeugenden, fairen Handlungsspielraum. Vor allem der Weg über die Deutsche Rentenversicherung und das Übertragen des Guthabens auf ein Konto beim neuen Arbeitgeber dürften viele ZWK-Inhaber absprechen.

Das bedeutet im Umkehrschluss, dass sich niemand an ein Unternehmen, das nicht glücklich macht, binden muss, wenn die „Rahmenbedingungen“, abgesehen von einem bestehenden ZWK, nicht stimmen.