Entgeltumwandlungen

Entgeltumwandlungen

Ein Begriff, der im Zusammenhang mit Zeitwertkonten immer wieder fällt, ist „Entgeltumwandlungen“. Doch was verbirgt sich eigentlich genau dahinter? Was wird wie umgewandelt? Und welche Arten von Entgelt sind gemeint?

Die folgenden Abschnitte zeigen auf, wie vielseitig ein Zeitwertkonto bespart werden kann und welche Vorteile sich für die Arbeitnehmer im Alltag – gerade in Bezug auf den Bereich der Flexibilität – ergeben.

Was gehört zum Entgeltguthaben?

Um das Prinzip, das sich hinter Entgeltumwandlungen verbirgt, ein wenig besser zu verstehen, ist es wichtig, sich im ersten Schritt mit der Frage: „Was ist eigentlich ein Entgeltguthaben?“ auseinanderzusetzen.

Hier lohnt es sich, einen Blick in das SGB zu werfen. Hier werden die Bereiche, die in diese Kategorie fallen, genau definiert. Zum Entgeltguthaben gehören dementsprechend zum Beispiel:

  • die verschiedenen Teile des laufenden Arbeitsentgelts
  • Geld, das für Mehrarbeit bzw. Überstunden gezahlt wird
  • Einmalzahlungen
  • Leistungen, die vom Arbeitgeber freiwillig und zusätzlich zum „normalen Lohn“ gezahlt werden
  • Überstunden
  • Urlaubsgeld.

Allein anhand dieser Auflistung zeigt sich einmal mehr, wie flexibel das Zeitwertkonto im Alltag genutzt werden kann. Denn: es obliegt dem Arbeitnehmer (in Abstimmung mit dem betreffenden Unternehmen), zu entscheiden, welche Arten von Entgeltguthaben, entweder einmalig, hin und wieder oder generell auf das Zeitwertkonto eingezahlt werden sollen. Je nach individueller Vereinbarung ist es auch hier möglich, weitestgehend spontan und dementsprechend flexibel zu agieren.

Was sollte beim Einbringen der jeweiligen Entgeltbestandteile beachtet werden?

Grundsätzlich gilt, dass Arbeitnehmer (und übrigens auch Arbeitgeber) im Rahmen eines Zeitwertkontos von einer überzeugenden Flexibilität profitieren könne. Welche Entgeltbestandteile dann jedoch genau in das besagte Zeitwertkonto eingebracht werden können, ist immer auch von den entsprechenden Rahmenbedingungen abhängig.

Über diese entscheidet der Arbeitgeber. Solange hier nicht verpflichtend festgelegt wird, dass bestimmte Bestandteile IMMER auf das Zeitwertkonto gutgeschrieben werden müssen, kann der Arbeitnehmer frei entscheiden, ob und in welcher Höhe er welche Bestandteile einzahlen möchte. Die Details, die in diesem Zusammenhang beachtet werden müssen, lassen sich in der sogenannten „Umwandlungsvereinbarung“ nachlesen.

Wahlweise ist es übrigens unter anderem auch möglich, nicht nur Gehaltsbestandteile, sondern auch – in Beträge umgerechnete Überstunden, Urlaubsansprüche usw. – auf das Zeitwertkonto einzuzahlen.

Ein entsprechendes Vorgehen kann dazu beitragen, die Steuerbelastung in diesem Moment zu senken. Denn: während die Steuern im Zuge einer Auszahlung von Überstunden, Weihnachtsgeld und Co. direkt fällt würden, werden sie im Falle einer Einzahlung auf das Zeitwertkonto erst dann erhoben, wenn der betreffende Betrag ausgezahlt wird.

Wer von der gebotenen Flexibilität, die ein Zeitwertkonto mit sich bringt, besonders umfassend profitieren möchte, sollte sich unbedingt weiter in Bezug auf Entgeltumwandlungen informieren. Denn: es gibt durchaus Optionen, die im ersten Moment bei der Suche nach Einzahlungsmöglichkeiten oft nicht beachtet werden. Ein klassisches Beispiel hierfür stellen Abfindungen dar, die aus Pensionsansprüchen bestehen. Auch diese Summen können, sofern die oben erwähnte Umwandlungsvereinbarung nicht dagegen spricht, eingezahlt werden.

Wieviel Geld sollte auf ein Zeitwertkonto eingezahlt werden?

Hierbei handelt es sich um eine Frage, die sich nicht standardisiert beantworten lässt. Denn: die Ansprüche der Arbeitnehmer unterscheiden sich mitunter deutlich voneinander. Fragen wie:

  • Wie lang soll die Auszeit sein, die ich mir von dem Guthaben auf meinem Zeitwertkonto gönnen möchte, sein?
  • Wieviel Geld möchte ich mir monatlich während der Auszeit auszahlen lassen?
  • Welche Einzahlungssummen kann ich mir leisten?

spielen hierbei eine besonders wichtige Rolle.

Um hier auf der sicheren Seite zu sein und sich explizit in Bezug auf die verschiedenen Optionen beraten zu lassen, lohnt es sich, mit einem Profi aus diesem Gebiet zusammenzuarbeiten. Die Mitarbeiter der Foresight GmbH helfen Ihnen gern weiter – unabhängig davon, ob Sie sich in der Position des Arbeitgebers oder des Arbeitnehmers befinden. 

Krankheit und Freistellung

Krankheit und Freistellung

Endlich ist es soweit! Die langersehnte Freistellung steht an! Umso ärgerlicher, wenn der Arbeitnehmer/ die Arbeitnehmerin, der/ die das Guthaben aus seinem Zeitwertkonto investieren wollte, nun krank wird.

Wie hier vorgegangen werden muss, ist vor allem von der Frage abhängig, wann der Krankheitsfall eingetreten ist: vor oder während der Freistellung?

(Achtung! Hier müssen gegebenenfalls individuelle Faktoren berücksichtigt werden! Ein Gespräch mit einem Mitarbeiter/ einer Mitarbeiterin der Foresight GmbH hilft weiter. Die folgenden Abschnitte zeigen das klassische Standardvorgehen auf.)

Variante 1: die Arbeitsunfähigkeit tritt vor der Freistellung ein

Tritt die Arbeitsunfähigkeit vor der Freistellung ein, tritt der Mitarbeiter/ die Mitarbeiterin seine Freistellung an. Ab diesem Zeitpunkt wird das Gehalt aus dem Guthaben des Zeitwertkontos ausgezahlt. Kam es vorher zu einer Entgeltfortzahlung oder einer Krankengeldzahlung wird diese dann beendet.

Variante 2: die Arbeitsunfähigkeit tritt während der Freistellung ein

Tritt die Arbeitsunfähigkeit während der Freistellung ein, läuft die Freistellungsphase weiter. Denn: in diesem Fall kommt in der Regel es zu keiner Verhinderung der Arbeitsleistung.

Achtung! Hier sind jedoch auch Abweichungen möglich. Denn: ein Unternehmen, das die Möglichkeit eines Zeitwertkontos anbietet, kann den Mitarbeiter wahlweise auch besserstellen, indem beispielsweise der Arbeitnehmer/ die Arbeitnehmerin eine Krankmeldung einreicht und die Rahmenbedingungen zur Ansammlung von Wertguthaben im diesem Fall eine Unterbrechung der Freistellung vorsieht.

In diesem Fällen werden die Entgeltfortzahlung und Krankengeld in Anspruch genommen. Wichtig ist hierbei, dass die entsprechenden Vorgehensweisen schriftlich und nach bestimmten Standards festgehalten worden sind. Unterschiede zwischen Voll- und Teilzeitarbeit werden in diesem Zusammenhang jedoch nicht gemacht.

Sie möchten wissen, ob es möglich ist, das geringere Krankengeld durch Zahlungen aus dem Wertguthaben zu erhöhen? Oder was mit dem Guthaben bei längerer Krankheit geschieht? Sprechen Sie uns gern an, wir haben die Antworten.

Individuelle Vorgehensweisen für eine vertretbare Win-Win Situation

Wie bereits den oberen Abschnitten entnommen werden konnte, gelten mit Hinblick auf die Krankheit vor und während einer Freistellung viele Standards, aber auch einige individuelle Details.

In einem persönlichen Gespräch erläutern Ihnen die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Foresight GmbH gern, welche Optionen sich in Ihrem individuellen Fall bieten und wie Sie sich gegen Unsicherheiten im Krankheitsfall absichern können.

Fragen, die hier eine wichtige Rolle spielen, sind unter anderem:

  • Wie kann mit etwaigen Aufstockungsleistungen umgegangen werden, wenn ein Krankheitsfall vorliegt?
  • Soll die Zahlung direkt eingestellt oder weiter fortgeführt werden?
  • Was gilt es, in Bezug auf Formulierungen in den entsprechenden Vereinbarungen zu beachten?
  • Welche Rolle spielt die Krankenkasse des Arbeitnehmers in diesem Zusammenhang und muss hier gegebenenfalls Rücksprache gehalten werden?

Wir freuen uns darauf, mit Ihnen gemeinsam alle Fragen rund um Krankheit, Freistellung und Zeitkonten klären zu können!

Austausch mit Maik Beermann (MdB)

Austausch mit Maik Beermann (MdB)

Berlin/Lingen – Am Freitag, den 16.07.2021 fand ein digitaler Austausch zum Thema Zeitwertkonten mit Maik Beermann (CDU) als Mitglied des Bundestages und stellv. Landrat im Landkreis Nienburgund sowie dem Experten für Zeitwertkonten, Heinz-Jürgen Zink, Geschäftsführer der Foresight GmbH statt.

Schon im Vorfeld war für beide Teilnehmer klar, das Zeitwertkonten besonders flexibel einsetzbar sind: die Elternzeit finanzieren, sich für berufliche Qualifizierungen freistellen lassen, Zeit zur Pflege von nahen Angehörigen, ein Sabbatical zu nehmen um die Akkus wieder aufzuladen oder auch den Vorruhestand planen.
Das ist die Aufgabe von Zweitwertkonten.

Damit für die Arbeitnehmer ein hohes Maß an Zufriedenheit und Lebensqualität gewährleistet werden kann, ist es unter anderem wichtig, dass die „Eckdaten“ stimmen. Schon lange ist nicht mehr nur das Gehalt ausschlaggebend. Wenn es darum geht, sich für oder gegen einen Arbeitgeber zu entscheiden, ist laut eine Umfrage der Onlineplattform Stepstone die Flexibilität und Lebensqualität besonders wichtig.

Im Gespräch mit Maik Beermann wurden Lösungsansätze und Vorschläge besprochen.

Maik Beermann thematisiert unter anderem das Thema Elterngeld und die, für junge Leute immer wichtiger werdende, Sabbatkultur für die Familie. Herr Zink die Kostenstruktur der Implementierungen von Lebensarbeistzeitmodellen und dass das Thema selbst in der Öffentlichkeit kaum stattfindet.

Durch unsere Verbandslösungen werden Kosten reduziert, damit auch kleinere Betriebe von Zeitwertkonten profitieren. Für die Zukunft sind gemeinsame Aktionen geplant, um diesem Thema eine Bühne zu geben.

Die Arbeitszeit flexibel gestalten

Die Arbeitszeit flexibel gestalten

Mit Zeitwertkonten und Lebensarbeitszeitmodellen

Arbeitszeit flexibel gestalten -seit Jahren kämpfen die Arbeitgeber mit dem Fachkräftemangel. Viele Unternehmen haben den Wert gesunder und zufriedener Mitarbeiter erkannt. Flexible Vereinbarung von Familie und Beruf wird für Arbeitnehmer immer wichtiger und auch Arbeitgeber profitieren davon. Langfristige Personalplanung ist mittlerweile in allen Branchen ein Thema.

Zeitwertkonten und Lebensarbeitszeitmodelle sind ein hervorragendes Mittel zur Mitarbeiterbindung und Personalplanung.

Mit diesem Impulsvortrag bieten wir Ihnen über 13 Jahre Praxiserfahrung in der Einrichtung und Beratung von Unternehmen aller Größen. Wir klären dabei über die Möglichkeiten auf, die ein Zeitwertkonto nach dem Flexi Gesetz seit vielen Jahren bietet. Gleichzeitig stellen wir uns den teilweise bestehenden Vorurteilen und zeigen die Abgrenzung zu anderen Modellen wie betrieblicher Altersvorsorge und Altersteilzeit.

Unternehmen, die bereits Zeitwertkonten eingeführt und noch Probleme bei der Umsetzung haben, erhalten ebenfalls Hilfestellung. Arbeitgeber, die sich für die individuelle Einführung und Umsetzung von Zeitwertkonten entscheiden, begleiten wir dabei. Zeitwertkonten sind das Fundament für die unverzichtbare Flexibilisierung des Arbeitslebens.

Die Veranstaltung findet auf Basis des Konferenz-Tools Microsoft Teams statt.

Referent: Heinz-Jürgen Zink, Geschäftsführer Foresight GmbH

Programm

  • Die Ausgangssituation – Interessen und Befürchtungen der Arbeitgeber und Arbeitnehmer
  • Die Ausgangslage – Interessen und Befürchtungen der Arbeitgeber und Arbeitnehmer
  • Rentenreform 2006 (Agenda 2010) & voraussichtliche Höhe der Altersrenten
  • Pflege von Angehörigen
  • Auszeit / Sabbatical
  • Rekrutierung & Halten von Fachkräften
  • Individuelle und Lebensphasenorientierte Gestaltungsmöglichkeiten für jeden Mitarbeiter
  • Große Unternehmen, die Zeitwertkonten und Lebensarbeitszeitmodelle bereits Nutzen (Fallbeispiele)
  • Gesetzliche Grundlagen geben einen sicheren Rahmen
  • Möglichkeiten der Lebensphasengestaltung und Vorruhestandsfinanzierung
  • Was kann Steuer- und Sozialabgabenfrei in das Wertkonto eingebracht werden?
  • Wofür kann das Wertguthaben (Steuer- Und Sozialversicherungspflichtig) verwendet werden?
  • Das Vermögenskonzept und Treuhandmodell
  • Die Cloud Lösung im Überblick
  • Fazit und gemeinsame Diskussion
  • Die Vorteile für die Arbeitnehmer durch die Nutzung von Lebensarbeitszeitmodellen
  • Die Verwendungsmöglichkeiten der Wertguthaben
  • Die Vorteile für die Arbeitgeber durch die Implementierung eines Zeitwertkonten-Modells
  • Fazit und gemeinsame Diskussion

MITTWOCH, 2. JUNI 2021 VON 09:00 UTC+02 BIS 11:00 UTC+02
Teilnahme kostenlos – Anmeldung über Facebook

Digitaler Austausch über Zeitwertkonten

Digitaler Austausch über Zeitwertkonten

Am Dienstag den 25.05.2021 lud die Foresight GmbH von 9:00 Uhr bis 11:00 Uhr zum „1. Digitaler Austausch zum Thema Zeitwertkonten“ im Rahmen einer Xing Veranstaltung ein.

Entwicklung des Humankapitals

In der 2004 veröffentlichten Studie (Human Capital Leadership. Hamburg, Murmann Verlag 2004, S. 183.) zufolge wird die Höhe des in Deutschland akkumulierten Humankapitals ab 2050 aus demografischen Gründen nicht mehr zunehmen, da dann nicht mehr genügend junge Menschen neues Humankapital bilden werden und der Wertverlust des vorhandenen Humankapitals durch dessen Veralterung nicht mehr wird kompensiert werden können. Ein Beispiel für diesen Wertverlust stellt der Rückgang der Marktnachfrage nach der Fähigkeit zum Stenographieren dar. Umso wichtiger ist es, den Ausschöpfungsgrad des noch vorhandenen Humankapitals zu erhöhen. Dies ist nur durch längere Arbeitszeiten möglich, und zwar besonders bei denjenigen Arbeitskräften, die über ein hohes individuelles Humankapital verfügen.

Digitaler Austausch das Programm:

  • Die Ausgangssituation – Interessen und Befürchtungen der Arbeitgeber und Arbeitnehmer
  • Die Ausgangslage – Interessen und Befürchtungen der Arbeitgeber und Arbeitnehmer
  • Rentenreform 2006 (Agenda 2010) & voraussichtliche Höhe der Altersrenten
  • Pflege von Angehörigen
  • Auszeit / Sabbatical
  • Rekrutierung & Halten von Fachkräften
  • Individuelle und Lebensphasenorientierte Gestaltungsmöglichkeiten für jeden Mitarbeiter
  • Große Unternehmen, die Zeitwertkonten und Lebensarbeitszeitmodelle bereits Nutzen (Fallbeispiele)
  • Gesetzliche Grundlagen geben einen sicheren Rahmen
  • Möglichkeiten der Lebensphasengestaltung und Vorruhestandsfinanzierung
  • Was kann Steuer- und Sozialabgabenfrei in das Wertkonto eingebracht werden?
  • Wofür kann das Wertguthaben (Steuer- Und Sozialversicherungspflichtig) verwendet werden?
  • Das Vermögenskonzept und Treuhandmodell
  • Die Cloud Lösung im Überblick
  • Fazit und gemeinsame Diskussion
  • Die Vorteile für die Arbeitnehmer durch die Nutzung von Lebensarbeitszeitmodellen
  • Die Verwendungsmöglichkeiten der Wertguthaben
  • Die Vorteile für die Arbeitgeber durch die Implementierung eines Zeitwertkonten-Modells
  • Fazit und gemeinsame Diskussion

Referent: Heinz-Jürgen Zink