Veranstaltung: Recruiting & Mitarbeiterbindung mit Zeitwertkonten

Veranstaltung: Recruiting & Mitarbeiterbindung mit Zeitwertkonten

Veranstaltung: Recruiting & Mitarbeiterbindung mit Zeitwertkonten
Veranstalter: IHK Lüneburg Wolfsburg
Datum: 13.10.2021  
Uhrzeit: 14:00 Uhr
Ort: Online-Webinar I zoom

Flexible Vereinbarung von Familie und Beruf wird für Arbeitnehmer immer wichtiger. Gleichzeitig macht sich der Fachkräftemangel spürbar bemerkbar. Langfristige Personalplanung ist deshalb in allen Branchen ein wichtiges Thema. Zeitwertkonten und Lebensarbeitszeitmodelle sind dabei ein gutes Mittel zur Mitarbeiterbindung und Personalplanung.

Die Vorteile moderner Zeitwertkonten zeigen sich auf vielen unterschiedlichen Ebenen. Eine Steigerung der Lebensqualität der Arbeitnehmer und die damit verbundene Zufriedenheit und Leistungsfähigkeit ist ein wichtiger Faktor. Moderne Zeitwertkonten gehen hierbei jedoch noch einen Schritt weiter, indem sie nicht „nur“ Zeit und laufendes Gehalt als Währung, sondern unter anderem auch Prämien- und Sonderzahlungen akzeptieren.

Heinz-Jürgen Zink von der Forsight GmbH wählt genau diesen ganzheitlichen Ansatz in seinen Vorträgen. Gleichzeitig stellt er sich aber auch den teilweise bestehenden Vorurteilen und zeigt die Abgrenzung zu anderen Modellen wie betrieblicher Altersvorsorge und Altersteilzeit.

​​​​Zur Anmeldung: IHK Lüneburg Wolfsburg

Entgeltumwandlungen

Entgeltumwandlungen

Ein Begriff, der im Zusammenhang mit Zeitwertkonten immer wieder fällt, ist „Entgeltumwandlungen“. Doch was verbirgt sich eigentlich genau dahinter? Was wird wie umgewandelt? Und welche Arten von Entgelt sind gemeint?

Die folgenden Abschnitte zeigen auf, wie vielseitig ein Zeitwertkonto bespart werden kann und welche Vorteile sich für die Arbeitnehmer im Alltag – gerade in Bezug auf den Bereich der Flexibilität – ergeben.

Was gehört zum Entgeltguthaben?

Um das Prinzip, das sich hinter Entgeltumwandlungen verbirgt, ein wenig besser zu verstehen, ist es wichtig, sich im ersten Schritt mit der Frage: „Was ist eigentlich ein Entgeltguthaben?“ auseinanderzusetzen.

Hier lohnt es sich, einen Blick in das SGB zu werfen. Hier werden die Bereiche, die in diese Kategorie fallen, genau definiert. Zum Entgeltguthaben gehören dementsprechend zum Beispiel:

  • die verschiedenen Teile des laufenden Arbeitsentgelts
  • Geld, das für Mehrarbeit bzw. Überstunden gezahlt wird
  • Einmalzahlungen
  • Leistungen, die vom Arbeitgeber freiwillig und zusätzlich zum „normalen Lohn“ gezahlt werden
  • Überstunden
  • Urlaubsgeld.

Allein anhand dieser Auflistung zeigt sich einmal mehr, wie flexibel das Zeitwertkonto im Alltag genutzt werden kann. Denn: es obliegt dem Arbeitnehmer (in Abstimmung mit dem betreffenden Unternehmen), zu entscheiden, welche Arten von Entgeltguthaben, entweder einmalig, hin und wieder oder generell auf das Zeitwertkonto eingezahlt werden sollen. Je nach individueller Vereinbarung ist es auch hier möglich, weitestgehend spontan und dementsprechend flexibel zu agieren.

Was sollte beim Einbringen der jeweiligen Entgeltbestandteile beachtet werden?

Grundsätzlich gilt, dass Arbeitnehmer (und übrigens auch Arbeitgeber) im Rahmen eines Zeitwertkontos von einer überzeugenden Flexibilität profitieren könne. Welche Entgeltbestandteile dann jedoch genau in das besagte Zeitwertkonto eingebracht werden können, ist immer auch von den entsprechenden Rahmenbedingungen abhängig.

Über diese entscheidet der Arbeitgeber. Solange hier nicht verpflichtend festgelegt wird, dass bestimmte Bestandteile IMMER auf das Zeitwertkonto gutgeschrieben werden müssen, kann der Arbeitnehmer frei entscheiden, ob und in welcher Höhe er welche Bestandteile einzahlen möchte. Die Details, die in diesem Zusammenhang beachtet werden müssen, lassen sich in der sogenannten „Umwandlungsvereinbarung“ nachlesen.

Wahlweise ist es übrigens unter anderem auch möglich, nicht nur Gehaltsbestandteile, sondern auch – in Beträge umgerechnete Überstunden, Urlaubsansprüche usw. – auf das Zeitwertkonto einzuzahlen.

Ein entsprechendes Vorgehen kann dazu beitragen, die Steuerbelastung in diesem Moment zu senken. Denn: während die Steuern im Zuge einer Auszahlung von Überstunden, Weihnachtsgeld und Co. direkt fällt würden, werden sie im Falle einer Einzahlung auf das Zeitwertkonto erst dann erhoben, wenn der betreffende Betrag ausgezahlt wird.

Wer von der gebotenen Flexibilität, die ein Zeitwertkonto mit sich bringt, besonders umfassend profitieren möchte, sollte sich unbedingt weiter in Bezug auf Entgeltumwandlungen informieren. Denn: es gibt durchaus Optionen, die im ersten Moment bei der Suche nach Einzahlungsmöglichkeiten oft nicht beachtet werden. Ein klassisches Beispiel hierfür stellen Abfindungen dar, die aus Pensionsansprüchen bestehen. Auch diese Summen können, sofern die oben erwähnte Umwandlungsvereinbarung nicht dagegen spricht, eingezahlt werden.

Wieviel Geld sollte auf ein Zeitwertkonto eingezahlt werden?

Hierbei handelt es sich um eine Frage, die sich nicht standardisiert beantworten lässt. Denn: die Ansprüche der Arbeitnehmer unterscheiden sich mitunter deutlich voneinander. Fragen wie:

  • Wie lang soll die Auszeit sein, die ich mir von dem Guthaben auf meinem Zeitwertkonto gönnen möchte, sein?
  • Wieviel Geld möchte ich mir monatlich während der Auszeit auszahlen lassen?
  • Welche Einzahlungssummen kann ich mir leisten?

spielen hierbei eine besonders wichtige Rolle.

Um hier auf der sicheren Seite zu sein und sich explizit in Bezug auf die verschiedenen Optionen beraten zu lassen, lohnt es sich, mit einem Profi aus diesem Gebiet zusammenzuarbeiten. Die Mitarbeiter der Foresight GmbH helfen Ihnen gern weiter – unabhängig davon, ob Sie sich in der Position des Arbeitgebers oder des Arbeitnehmers befinden. 

Altersrente für langjährig Versicherte

Altersrente für langjährig Versicherte

Höhe, Eintrittsalter und weitere Details

Wer über einen Zeitraum von mindestens 35 Jahren in die Rentenversicherung eingezahlt hat, erhält ab dem Renteneintritt entsprechend seine Altersrente. Wann es jedoch genau soweit ist und wann der letzte Arbeitstag ansteht, ist vom Geburtsjahr der betroffenen Personen abhängig.

Diejenigen, die zum Beispiel im Jahr 1949 (oder früher) geboren sind, müssen bis zum 65. Lebensjahr arbeiten, bevor sie in den Genuss von mehr Freizeit und den dazugehörigen, kompletten Altersrente-Zahlungen kommen.

Arbeitnehmer, die schon früher in den Ruhestand starten möchten, haben jedoch auch die Möglichkeit – selbstverständlich in Absprache mit dem Arbeitgeber – ihre Rente früher in Anspruch zu nehmen. Hierbei gilt es jedoch, zu beachten, dass pro Monat, der weniger gearbeitet wird, 0,3 Prozent von der Rente abgezogen werden.

Unterschiedliche Altersgrenzen und Abschläge

Wie bereits erwähnt, ist das Renteneintrittsalter vom jeweiligen Geburtsjahr abhängig. In Zahlen ausgedrückt, bedeutet dies, dass Menschen, die nach 1948, aber vor 1967 geboren wurden, stufenweise in eine andere Altersgrenze einkategorisiert werden. Wer ab 1964 geboren ist, geht mit 67 in Rente. Diejenigen, die nicht so lange warten möchten, haben die Möglichkeit, einen Abschlag in Höhe von bis zu 14,4 Prozent zu zahlen, um sich dann schon mit 63 Jahren aus dem Beruf zu verabschieden.

Für langjährig Versicherte gilt, dass – parallel zu den jeweiligen Beitragszeiten – auch Zeiten aus einem etwaigen Versorgungsausgleich/ Minijobs/ Rentensplitting usw. berücksichtigt werden.

Doch auch wenn das „System Rente“ im Laufe der Jahre etwas flexibler geworden ist, bleibt für viele der „Beigeschmack“, dass das späte Renteneintrittsalter oft noch in „weiter Ferne“ liegt. Weltreisen und Co. sind dann zwar oft immer noch möglich, aber wäre es nicht schöner, nicht bis 67 warten zu müssen, bis das Leben noch etwas umfangreicher genossen werden kann?

Das Interesse an Alternativen zur klassischen Altersrente ist groß. Viele Arbeitnehmer und Unternehmen setzen in diesem Zusammenhang auf Zeitwertkonten. Immerhin können diese nicht nur für längere Pausen „zwischendurch“ – zum Beispiel für eine verlängerte Elternzeit, sondern auch für einen früheren Eintritt in den Ruhestand genutzt werden.

Das Zeitwertkonto und der frühere Renteneintritt – so geht’s!

Wer keine Lust auf eine gekürzte Rente aufgrund eines früheren Eintrittsalters hat (s. o.), sollte sich in Bezug auf Alternativen, wie zum Beispiel das moderne Zeitwertkonto, informieren. Das Prinzip, das sich hierhinter verbirgt, ist rasch erklärt.

Beträge, die sich beispielsweise aus Weihnachts- und Urlaubsgeld, jedoch auch aus den Zahlungen für Überstunden usw. ergeben, können auf das betreffende Zeitwertkonto eingezahlt werden. (Welche Lohnarten hierbei im Einzelfall „erlaubt“ sind, wird vertraglich festgelegt.)

Beschließt der Arbeitnehmer nun, dass er nicht mit 67, sondern schon mit 65 Jahren in Rente gehen möchte und ist das Unternehmen hiermit einverstanden, besteht die Möglichkeit, den letzten Arbeitstag vorzuziehen. Das Guthaben auf dem Zeitwertkonto sorgt dann dafür, dass die Altersrente in gekürzter Form nicht in Anspruch genommen werden muss. Stattdessen werden monatliche Beträge – ähnlich wie Lohnzahlungen – ausgezahlt. Das Ergebnis: ein früherer Renteneintritt ohne eine Kürzung der Altersrente und maximale Flexibilität!

Damit die entsprechenden Beträge jedoch reichen, um den jeweiligen Lebensstandard zu wahren, ist es wichtig, im Vorfeld einige Berechnungen durchzuführen. Fragen wie „Wie viel früher kann ich in meinen Ruhestand starten, um Zahlungen zu erhalten, die in etwa mit meinem früheren Gehalt übereinstimmen?“ und „Ist mein Arbeitgeber mit meinem früheren Ausscheiden einverstanden?“ spielen hier eine wichtige Rolle.

Wurden die entsprechenden „Randdaten“ geklärt und ausreichend Geld auf das Zeitwertkonto eingezahlt, steht einem früheren Ruhestand ohne Kürzung der regulären Altersrente nichts mehr im Wege.

Sprechen Sie uns gern an, damit wir Sie umfassend zum Thema beraten können!

Bezugsgröße

Bezugsgröße

Menschen, die sich mit den Rahmenbedingungen rund um Sozialversicherungen und Einkommen auseinandersetzen, wissen, dass hier unter anderem der Begriff „Bezugsgröße“ eine besonders wichtige Rolle spielt.

Genaugenommen handelt es sich bei einer solchen Bezugsgröße um ein Detail, das in Bezug auf Sozialversicherungen und die Entwicklung des Einkommens von Arbeitnehmern eine wichtige Rolle spielt.

Wie hoch besagte Bezugsgröße ist bzw. wie sie sich entwickelt, ist unter anderem von der durchschnittlichen Entgelthöhe der Arbeitnehmer abhängig. Sie stellt eine wichtige Basis für nahezu alle Bereiche der Sozialversicherung dar.

Bezugsgrößen werden jedes Jahr neu ermittelt

Das Einkommen der Menschen (und dementsprechend auch das Durchschnitteinkommen) verändert sich kontinuierlich. Daher erklärt es sich von selbst, weshalb die Bezugsgröße immer wieder neu angepasst werden muss.

Einmal im Kalenderjahr werden die Werte neu berechnet und an den aktuellen Stand angepasst. Verantwortlich für die Umsetzung der Berechnungen ist das Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Auch der Bundesrat muss den jeweils neuen Werten zustimmen, damit diese schlussendlich in Kraft treten können.

Wie wird die Bezugsgröße ermittelt?

Die Ermittlung der jeweils aktuellen Bezugsgröße basiert auch einem standardisierten Verfahren. Dieses kann im § 18 Abs. 1 Viertes Buch Sozialgesetzbuch (SGB IV) eingesehen werden. Hier wurde festgehalten, dass die Bezugsgröße das durchschnittliche Gehalt aller Menschen, die in der Sozialversicherung abgesichert sind darstellt. Als Basis dient immer jeweils das vorausgegangene Kalenderjahr.

Die errechnete Summe muss jeweils auf den nächsthöheren Betrag, der dann wiederrum durch 420 teilbar sein muss, aufgerundet werden.

Welchen Sinn hat die Bezugsgröße?

Die Bezugsgröße, die in jedem Kalenderjahr neu ermittelt wird, hat bei Weitem nicht nur informativen Charakter. Vielmehr stellt die betreffende Summe unter anderem zum Beispiel einen Grenzwert dar, der im Zuge der Sozialversicherung eine wichtige Rolle spielt.

Ein Beispiel?

Die Bezugsgröße dient im Rahmen der Krankenversicherung dazu, die Einkommensgrenze für die Familienversicherung bzw. die Bemessungsgrundlage im Zusammenhang mit dem Mindestbetrag, der von freiwillig Versicherten gezahlt werden muss, festzusetzen.

Als Richtwert: im Jahre 2020 lag die besagte Bezugsgröße bei etwas mehr als 3.180 Euro im Monat und mehr als 38.200 Euro im Jahr. Hierbei handelte es sich um eine Steigerung im Vergleich zum Vorjahr. 2019 wurden monatlich 3.115 Euro und dementsprechend für das Jahr 37.380 Euro angegeben.

Durch das regelmäßige Neuberechnen der Bezugsgröße soll sichergestellt werden, dass die jeweilige Einkommensentwicklung berücksichtigt wird – und zwar ohne, das – vergleichsweise aufwendig – hierzu Gesetze verändert werden müssten .

Weshalb muss die Bezugsgröße immer durch 420 teilbar sein?

Wie bereits weiter oben erwähnt, gilt es immer, den jeweils ermittelten Wert auf die nächsthöhere Zahl, die durch 420 teilbar ist, aufzurunden. Das Prinzip, das sich hierhinter verbirgt, ist einfach. Denn: wenn eine Zahl durch 420 teilbar ist, kann sie auch durch 7 (Anzahl der Tage pro Woche), durch 5 (Anzahl der Arbeitstage pro Woche), durch 30 (Anzahl der Tage pro Monat) und durch 12 (Anzahl der Monate pro Jahr) geteilt werden.

Das Ergebnis ist hierbei immer ein voller Euro-Betrag, ohne Cent. Oder einfach ausgedrückt: das kleinste, gemeinsame Vielfach von 7, 5, 30 und 12 ist eben 420.

Welche Werte sind von der Bezugsgröße abhängig?

Es gibt mehrere Werte, auf die die errechnete Bezugsgröße einen direkten Einfluss hat. Unter anderem sind von ihrer Höhe:

  • Krankenpflegepauschalen
  • Beitragsfreie Familienversicherungen
  • freiwillige Versicherungen
  • Zuzahlungen in der Krankenversicherung
  • Details in Bezug auf den Versorgungsausgleich
  • Abfindungen im Bereich der betrieblichen Altersversorgung
  • die Zuschüsse im Zusammenhang mit einem stationären Hospizaufenthalt

abhängig.

Dementsprechend handelt es sich hierbei um weitaus mehr als eine Angabe zum Durchschnittsverdienst von Arbeitnehmern in Ost- und Westdeutschland, sondern um eine Summe, die maßgeblichen Einfluss auf die unterschiedlichsten Bereiche des Alltags hat.

Gleichbehandlungsgrundsatz

Gleichbehandlungsgrundsatz

Bei der Einrichtung von Wertkontenmodellen

Generell gilt, dass jeder Arbeitgeber vollkommen frei entscheiden kann, wem er ein Zeitwertkonto anbieten möchte und wem nicht. Dennoch gilt es in diesem Zusammenhang, den sogenannten Gleichbehandlungsgrundsatz zu beachten. Laut diesem dürfen die Mitglieder einer Gruppe (in diesem Fall zum Beispiel die Mitarbeiter innerhalb einer bestimmten Abteilung) nicht unterschiedlich behandelt werden.

Dies bezieht sich nicht nur generell auf die Frage, OB Zeitwertkonten gewährt werden, sondern beispielsweise auch auf weitere Details, wie Zuschüsse und/ oder Umwandlungsgrenzen.

Liegt ein Grund für eine differenzierte Behandlung vor, muss gecheckt werden, ob dieser gerechtfertigt ist und beispielsweise keine einzelnen Arbeitnehmer diskriminiert. Der Gleichbehandlungsgrundsatz wurde in der Vergangenheit unter anderem auch schon rege diskutiert und bewertet, so dass zur Beurteilung des eigenen Falls auch oft Bezug auf verschiedene Entscheidungen genommen werden kann.

Wann wird der Gleichbehandlungsgrundsatz verletzt und wann nicht?

Hierbei handelt es sich um eine Frage, die ausschließlich unter der Berücksichtigung zahlreicher Details auf verlässliche Weise beantwortet werden kann.

Die folgenden Punkte basieren auf Entscheidungen der Vergangenheit und können dementsprechend zumindest als „Richtwert“ genutzt werden.

  1. Es würde dem Gleichbehandlungsgrundsatz widersprechen, wenn ausschließlich auf Basis der Einteilung in „Angestellte“ und „Arbeiter“ unterschieden würde. Liegen keine anderen Gründe vor, müssen beide in Bezug auf Zeitwertkonten gleich behandelt werden.
  2. Werden verschiedene Vergütungssysteme genutzt, kann die Situation schon anders gewertet werden. Denn: in diesem Zusammenhang ist es möglich, nach unterschiedlichen Gesichtspunkten zu urteilen, wenn die Mitarbeiter, die ausgeschlossen werden, mehr verdienen als diejenigen, denen es erlaubt wird, auf die Vorzüge eines Zeitwertkontos zu setzen. Es wäre dementsprechend legitim, einen Unterschied zwischen außertariflichen Angestellten und Tarifarbeitnehmern zu machen. Diese Situation würde als „sachlicher Grund“ gewertet werden und wäre dementsprechend legitim.

Meine Kollegen dürfen ein Zeitwertkonto einrichten, aber ich nicht. Was soll ich tun?

Wie bereits erwähnt, muss im Zusammenhang mit Zeitwertkonten immer der Gleichbehandlungsgrundsatz beachtet werden. Doch wie sollte konkret verfahren werden, wenn Sie den Eindruck haben, dass Sie in Bezug auf die Einrichtung von Zeitwertkonten benachteiligt werden?

Im ersten Schritt ist es hier wichtig, die entsprechenden Rahmenbedingungen zu checken und zu überprüfen, ob die Entscheidung des Arbeitgebers sachlich (!) begründet werden kann. Hier ist das betreffende Unternehmen in der Pflicht. Denn: es muss außenstehenden Dritten zweifelsfrei erklären können, weshalb es „Gruppe A“ gestattet ist, das Modell zu nutzen und „Gruppe B“ nicht. (Dasselbe gilt, wenn es zwar allen Arbeitnehmern erlaubt sein soll, ein Zeitwertkonto zu eröffnen, jedoch zu unterschiedlichen Bedingungen.)

Einzelverträge, die mit einzelnen Mitarbeitern geschlossen wurden, unterliegen jedoch nicht dem Gleichbehandlungsgrundsatz. (Achtung! Je mehr Einzelverträge dieser Art abgeschlossen werden, desto größer wird die Gefahr, dass auf einmal doch ein Kollektiv bevorzugt wird. Dementsprechend ist es immer, auch gerade als Arbeitgeber, wichtig, neue Verträge dieser Art zu prüfen und in Gesamtrelation zu setzen.

Die Mitarbeiter der Foresight GmbH helfen Ihnen gern weiter, wenn es darum geht, Ihre individuelle Situation einzuschätzen und die weiteren Schritte zu planen.

Aufhebungsvertrag mit Arbeitgeber

Aufhebungsvertrag mit Arbeitgeber

Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses durch Kündigung oder Aufhebungsvertrag

Viele Arbeitnehmer nutzen ein Zeitwertkonto, um sich „irgendwann“ eine längere Auszeit oder einen früheren Rentenbeginn zu gönnen. In der heutigen Zeit sind zahlreiche Lebensläufe jedoch von mehreren Arbeitgebern geprägt.

Keine Frage: wer möglichst viele Eindrücke sammeln, sich weiterbilden und tatsächlich seinen absoluten Traumjob finden möchte, kann hin und wieder gut beraten sein, die Arbeitsstelle zu wechseln und sich – im Idealfall – selbst zu verwirklichen.

Doch was passiert in einem solchen Fall eigentlich mit einem Zeitwertkonto? Selbstverständlich ist das Guthaben, das hierauf gesammelt wurde, nicht verloren. Stattdessen gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, wie verfahren werden kann.

Die neue Stelle und das Zeitwertkonto – welche Möglichkeiten gibt es?

Grundsätzlich stehen im Zusammenhang mit dem Wechsel zu einem neuen Arbeitgeber drei verschiedene Möglichkeiten offen, wie mit dem Guthaben auf dem Zeitwertkonto verfahren werden kann.

Diese sind:

  1. Das Guthaben wird auf ein Zeitwertkonto beim Folgearbeitgeber übertragen – sofern dieser auch die entsprechende Option anbietet
  2. Das Guthaben wird auf die DRV („Deutsche Rentenversicherung Bund“) übertragen
  3. Das Guthaben wird ausgezahlt (abzüglich der zu entrichtenden Sozialversicherungsbeiträge und der Steuern)

Zu 1.

Schließt der neue Arbeitgeber mit dem Mitarbeiter eine Wertguthabenvereinbarung ab und stimmt er der Übertragung des Wertguthabens zu, kann das Guthaben ganz einfach übertragen werden. Ein gesetzlicher Anspruch auf eine entsprechende Zustimmung besteht jedoch nicht. Liegen alle Voraussetzungen (inklusive besagter Zustimmung) vor, nimmt der bisherige Arbeitgeber die Übertragung vor. Steuern und Sozialversicherungsbeiträge werden erst bei der späteren Auszahlung fällig.

Zu 2.

Mitarbeiter können auch von ihrem Arbeitgeber verlangen, dass das Wertguthaben auf die Deutsche Rentenversicherung Bund übertragen wird. Als Grundvoraussetzung gilt hier, dass das Wertguthaben vor der Übertragung den sechsfachen Betrag der monatlichen Bezugsgröße erreicht haben muss. Im Rahmen der Übertragung werden keine Steuern bzw. Sozialversicherungsbeiträge gezahlt. Diese werden erst fällig, wenn die Auszahlung startet.

Bei der DRV Bund wird das Wertguthaben Konto dann auf einem Sonderkonto geführt und so von anderen Geldern getrennt. Auf diese Weise kann ein hohes Maß an Transparenz gewährleistet werden.

Keine Angst vor Zeitwertkonten und Kündigungen!

Die Angst davor, dass das Guthaben auf einem Zeitwertkonto im Rahmen eines Arbeitgeberwechsels verlorengehen könnte, sorgt leider immer noch dafür, dass sich einige Arbeitnehmer „sicherheitshalber“ gegen das Zeitwertkonto entscheiden. Diese Angst ist jedoch vollkommen unbegründet!

Auch dann, wenn der neue Arbeitgeber nicht die Möglichkeit bieten sollte, ein Zeitwertkonto fortzuführen, gibt es mehrere Optionen, das angesparte Geld zu schützen. Die Mitarbeiter der Foresight GmbH beraten Sie gern rund um dieses spannende Thema und zeigen Ihnen auf, wie Sie im Falle einer Kündigung bzw. eines Arbeitsplatzwechsels am besten mit Ihrem Zeitwertkonto verfahren können.