Aktiv im Leben – Ausgabe 1

Aktiv im Leben – Ausgabe 1

Neben Slow-Food, Fasten und Abenteuer mit Hund hat das Magazin ein Spezial über Finanzen herausgebracht. Unter anderen wird auch das Thema Zeitwertkonten angesprochen, um die Work Life Balance ausgewogen zu halten.

Aktiv im Leben (Screenshot)
Aktiv im Leben (Screenshot)

Die Ausgabe wurde Februar – April 2021 veröffentlicht.

Wertguthaben an die DRV übertragen

Wertguthaben an die DRV übertragen

Die Gründe, weshalb das Guthaben, das sich auf einem Zeitwertkonto befindet, an die Deutsche Rentenversicherung (DRV) übertragen wird, sind vielseitig. In den meisten Fällen sorgt jedoch ein Arbeitgeberwechsel dafür, dass sich der Inhaber eines Zeitwertkontos fragt, wie er mit der Tatsache, dass sein neues Unternehmen dieses „Extra“ nicht anbietet, umgehen soll.

Die gute Nachricht ist in diesem Zusammenhang, dass das Geld selbstverständlich nicht verfällt. Wer möchte, kann die betreffende Summe auf die Deutsche Rentenversicherung übertragen – zumindest dann, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt wurden.

Wie kann der Übertrag der Summe auf dem Zeitwertkonto in Auftrag gegeben werden?

Wer sein Guthaben auf die Deutsche Rentenversicherung übertragen möchte, muss dies zunächst sowohl der DRV als auch dem „alten“ Arbeitgeber mitteilen. Danach wird von der Deutschen Rentenversicherung überprüft, ob die bereits oben erwähnten Voraussetzungen zum Übertrag erfüllt werden.

Ist dies der Fall, teilt die DRV dem Arbeitgeber mit, auf welches Konto der betreffende Betrag überwiesen werden soll. Der Arbeitnehmer wird – wenn der Vorgang abgeschlossen ist – selbstverständlich benachrichtigt. Ab jetzt tritt die DRV an die Stelle des Unternehmens und führt das Zeitwertkonto für den Kontoinhaber.

Achtung: Grundsätzlich ist es nicht möglich, das besagte Wertguthaben wieder auf den Arbeitgeber zurück zu übertragen oder an einen neuen Arbeitgeber zu überweisen!

Infos zur Wertguthaben Anlage bei der Deutschen Rentenversicherung

Die DRV führt das betreffende Wertguthaben treuhänderisch und von sonstigem Vermögen getrennt. Die Kosten, die im Zusammenhang mit dem Übertragen und der Verwaltung entstehen, werden wiederrum vom Guthaben abgezogen.

Zudem muss das Geld laut Sozialgesetzbuch so angelegt werden, dass es zu keinem Verlust kommt und stattdessen ein entsprechender Ertrag erzielt wird.

Ebenso wie im Zusammenhang mit einer Anlage über den Arbeitgeber wird auch mit Hinblick auf die Anlage des Wertguthabens bei der Deutschen Rentenversicherung auf ein hohes Maß an Transparenz gesetzt. Das bedeutet: der Anleger wird in regelmäßigen Abständen über den Saldo, die jeweiligen Kosten und Gebühren und den Wertzuwachs informiert.

Die DRV und die Auszahlung des Zeitwertkonto Guthabens

Soll das Guthaben, das sich auf dem Zeitwertkonto befindet, ausgezahlt werden, muss die Deutsche Rentenversicherung hierüber mindestens einen Monat vor dem beabsichtigen Zeitpunkt informiert werden. Danach wird das betreffende Wertguthaben (brutto) ausgezahlt.

Besonders wichtig ist hierbei, dass sich der monatlich ausgezahlte Betrag am durchschnittlichen Gehalt des Zeitwertkonto Inhabers orientieren muss. Als Bezugsgröße gelten hier die letzten 12 Monate der Anstellung. Sachbezüge fließen in diese Kalkulation nicht mit ein. 70 bis 130 Prozent des entsprechenden Durchschnittsgehalts gelten als vertretbar.

Ein besonderer Vorteil des Zeitwertkontos liegt darin, dass der betreffende Inhaber in der Zeit der Auszahlung sozialversichert ist. Die Deutsche Rentenversicherung kümmert sich währenddessen um die Meldung der Versicherungszeiten, die Zahlung der jeweiligen Beiträge und das Einbehalten der Lohnsteuer.

So profitiert der Zeitwertkontoinhaber unter anderem von einer Erhöhung der Rente, da die Beitrage in die Rentenversicherung eingezahlt werden. Gleichzeitig wird auch in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt.

Lediglich der Anspruch auf Krankengeld verfällt in der Zeit der Auszahlungsphase. Wer dementsprechend während seiner längeren Auszeit krank wird, bekommt seinen monatlichen Betrag weiter vom Zeitwertkonto ausgezahlt.

Fazit: Ein Arbeitgeberwechsel bedeutet nicht, dass das Zeitguthaben verlorengehen würde!

Hierbei handelt es sich um eine Nachricht, die viele Inhaber von Zeitwertkonten aufatmen lässt. Denn: nur, weil der neue Arbeitgeber (leider) keine Zeitwertkonten anbietet, bedeutet dies nicht, dass ein bereits bestehendes Guthaben parallel zum Wechsel aufgelöst werden müsste oder sogar verfallen würde.

Im Gegenteil! Im Notfall kümmert sich die Deutsche Rentenversicherung um die Verwaltung der Summe, legt den Betrag an und verwaltet ihn treuhänderisch bis zu dem Zeitpunkt, an dem das komplette Guthaben aufgebraucht wurde.

Von der Einrichtung bis zur Auszahlung

Von der Einrichtung bis zur Auszahlung

Die Nutzung von Zeitwertkonten erfreut sich einer besonderen Beliebtheit. Immer mehr Arbeitnehmer haben unter anderem erkannt, dass es sich hierbei um eine gute Alternative zur Altersteilzeit handelt.

Immerhin ist es unglaublich praktisch, Geld anzusparen, um dann der Arbeit im Gegenzug irgendwann länger fernbleiben zu können.

Rund um die Einrichtung und die Nutzung von Zeitwertkonten kommt es jedoch immer wieder zu Missverständnissen. Leider sind viele Arbeitnehmer (und auch Arbeitgeber) oft der Meinung, dass es „unglaublich kompliziert“ wäre, die Basis für die längere Auszeit zu legen. Hierbei handelt es sich jedoch um ein Vorurteil.

Die folgende Schritt-für-Schritt Anleitung zeigt auf, wie einfach es ist, von den Vorteilen eines Zeitwertkontos zu profitieren, ohne sich mit bürokratischen Hürden auseinandersetzen zu müssen.

Schritt Nr. 1: das Einrichten des Zeitwertkontos

Vor der Nutzung des Zeitwertkontos steht die entsprechende Einrichtung. Die jeweiligen Schritte werden hauptsächlich vom Arbeitgeber vorgenommen, während der Arbeitnehmer selbstverständlich auch das Recht hat, ihn über seine Wünsche zu informieren. So kann der Einzahlende beispielsweise bestimmen, mit welchen Teilen seines Gehalts er sein Zeitwertkonto aufstocken möchte.

Minimum- bzw. Maximalwerte müssen hier in der Regel nicht beachtet werden. Es ist lediglich wichtig, darauf zu achten, dass der Arbeitnehmer im Monat noch mindestens 450 Euro ausgezahlt bekommen.

Alles, was mit Hinblick auf die Nutzung des Zeitwertkontos wichtig wird, wird in der Wertguthabenvereinbarung festgehalten. Hierin steht unter anderem, ab wann und wie lange die Auszeit in Anspruch genommen werden kann. Auch der Zweck der Auszeit wird in der Wertguthabenvereinbarung festgehalten. Sollte der Arbeitgeber also Wert darauflegen, dass nur ein Zweck angegeben wird, ist es wichtig, sich als Arbeitnehmer über den Hintergrund der bevorstehenden Auszeit im Klaren zu sein. Viele Arbeitgeber erlauben hier jedoch auch flexible Angaben.

Schritt Nr. 2: die Ansparphase

Nachdem das Zeitwertkonto eingerichtet wurde, kann es auch schon „bespart“ werden. Der Arbeitnehmer entscheidet hierbei weitestgehend flexibel, welche Gehaltsbestandteile die Basis für seine Auszeit bilden sollen.

Zum Zeitpunkt der Einzahlung sind die betreffenden Beträge sowohl steuer- als auch sozialversicherungsfrei.

Gleichzeitig sorgt der Arbeitgeber dafür, dass das betreffende Guthaben gegen eine mögliche Insolvenz abgesichert ist. So muss sich der Zeitwertkonteninhaber keine Sorgen machen, dass sein eingezahltes Geld verfallen würde, wenn ein Unternehmen seinen Betrieb einstellen muss.

Schritt Nr. 3: die Auszeit bzw. der verfrühte Eintritt in den Ruhestand

Wenn genug Guthaben angespart wurde*, kann auch das Recht auf eine längere Auszeit in Anspruch genommen werden. Während dieser Zeit muss sich der Arbeitnehmer in der Regel keine Sorgen über seine finanzielle Situation machen, da nun sein Zeitwertkonto dazu genutzt wird, ihm sein „Gehalt“ zu zahlen. Im Rahmen der Auszahlung werden dann auch Sozialversicherung und Steuern fällig.

Für den Fall, dass der Arbeitgeber vor der Inanspruchnahme der Auszeit gewechselt wird, kann das Guthaben, das sich auf dem Zeitwertkonto befindet, oft zum neuen Unternehmen mitgenommen werden. Bietet der neue Arbeitgeber keine Zeitwertkonten an, ist es auch möglich, die Summe an die DRV-Bund zu übertragen. Diese verwaltet den Betrag dann bis zur Auszahlung und tritt dementsprechend dann an die Stelle des Arbeitgebers.

*Wie wird die Höhe des Freistellungsgehalts berechnet?

Die Höhe des jeweiligen Freistellungsgehalts ist vor allem vom persönlichen Anspruch und dem durchschnittlichen Gehalt abhängig. Hierbei gilt, dass die ausgezahlte Summe zwischen 70 und 130 Prozent des monatlichen Arbeitsentgelts liegen muss.

Zudem sollte sich der Arbeitnehmer natürlich fragen, wie viel monatliches Budget er im Rahmen seiner Freistellung braucht. Wer beispielsweise eine Weltreise plant, dürfte hier andere Ansprüche haben als jemand, der seine Elternzeit auf zwei (oder mehr) Jahre verlängern möchte.

Schlussendlich legt der Arbeitnehmer die Höhe des Freistellungsgehalts, in dem vorgeschriebenen Rahmen selbst fest.

Argumente für das Zeitwertkonto?

Argumente für das Zeitwertkonto?

Aus der Sicht von der Arbeitgeberseite

Die Wahl des individuell richtigen Berufs spielt mit Hinblick auf die Lebensqualität eines Menschen eine wichtige Rolle. Immerhin verbringen die meisten Menschen einen Großteil ihres Lebens an ihrer Arbeitsstätte.

Eine Umfrage aus dem Jahr 2019 ergab jedoch, dass viele Arbeitnehmer unter Sorgen und Stress leiden. Hier gaben fast 50 Prozent der Befragten an, regelmäßig von Schlafstörungen, Kopf- und Nackenschmerzen heimgesucht zu werden.

Eine Überlegung, die in diesem Zusammenhang auch in den kommenden Jahren eine wichtige Rolle spielen könnte, ist die Frage, inwieweit die Work-Life Balance noch weiter optimiert werden kann. Hier kann es sich – auch gerade als Arbeitgeber – lohnen, einen Blick über den Tellerrand zu wagen. Stress und Co. können oft nicht über die obligatorische Yogastunde am Abend ausgeglichen werden.

Die Argumente, die dementsprechend von Arbeitsgeberseite aus für das Einführen von Zeitwertkonten sprechen, sind vielseitig. Sie alle haben jedoch eines gemeinsam: sie können dabei helfen, die Lebensqualität der Arbeitnehmer zu verbessern und diese so auf angenehme Weise zu mehr Leistung zu motivieren. Hieraus ergibt sich eine fundierte Win-Win Situation.

Argument Nr. 1: Zeitwertkonten machen einen Arbeitgeber attraktiv

In einer Zeit, in der immer mehr Unternehmen und einschlägige Experten von einem akuten Fachkräftemangel sprechen, ist es wichtiger denn je sich als attraktiver Arbeitgeber zu präsentieren.

Wer mit einem interessanten Lebenslauf und tiefgreifenden Kompetenzen aufwarten kann, ist oft in der Lage, sich seinen nächsten Job auszusuchen. Hier zeigen sich die maßgeblichen Vorteile eines Zeitwertkontos auf beeindruckende Weise. Sie untermalen die Tatsache, dass der „perfekte“ Arbeitgeber nicht mehr ausschließlich von der jeweiligen Gehaltshöhe abhängt.

Argument Nr. 2: Die Arbeitswelt erfordert zunehmend mehr Flexibilität

Ein Blick auf die verschiedenen Branchen zeigt, dass Unternehmen, die es schaffen, sich an den Markt, dessen Bedingungen und die Ansprüche der Protagonisten anzupassen, oft im Vorteil sind. Der Faktor Flexibilität spielt in diesem Zusammenhang eine besonders wichtige Rolle.

Zeitwertkonten schaffen hier eine wunderbare Grundlage, auf eine veränderte Auftragslage mit entsprechendem Arbeitseinsatz reagieren zu können.

Die Arbeitskräfte werden genau dort eingesetzt, wo sie gebraucht werden, so dass sich der „Leerlauf“ bzw. eine zu geringe Auslastung minimiert.

Argument Nr. 3: Ein früheres Renteneintrittsalter kann die Motivation der Arbeitnehmer erhöhen

In der Regel gilt: auch Menschen, die mit ihrer Anstellung in vollem Umfang zufrieden sind, freuen sich auf den Renteneintritt. Umso mehr, wenn dieser nicht mehr in allzu weiter Ferne liegt, sondern beispielsweise schon mit Mitte 50 in greifbare Nähe rückt.
Eine gesteigerte Motivation, die hierbei oft entsteht, da der Rest des Arbeitslebens überschaubar scheint, macht sich oft auch in einem effektiveren Arbeiten bemerkbar.

Hiervon profitiert unter anderem auch der Arbeitgeber auf besondere Weise. Bei einem entsprechenden Effekt kann die Fluktuation zudem oft „ganz nebenbei“ gesenkt werden.

Argument Nr. 4: Zeitwertkonten basieren auf transparenten, nachvollziehbaren Strukturen

Mit der Einführung des Flexi II Gesetzes im Jahre 2009 wurden die Vorgaben rund um das Zeitwertkonto noch weiter gefestigt.

Auch wenn heutzutage eine Beratung durch einen kompetenten Fachmann unumgänglich ist, um auch wirklich alle Vorgaben zu erfüllen und die Vorteile eines Zeitwertkontos nutzen zu können, lassen sich alle Details rund um dieses spannende Thema nachlesen. Besonders beliebte Anlaufstellen sind in diesem Zusammenhang das besagte Flexi II Gesetz und die jeweilige Wertguthabenvereinbarung.

Argument Nr. 5: Der Arbeitseinsatz lässt sich an die saisonalen Gegebenheiten anpassen

Viele Unternehmen kennen das Problem: sie sind an saisonale Auftragsschwankungen gebunden, verfügen jedoch nicht über eine zufriedenstellende Flexibilität, die es ihnen erlauben würde, hier eine effektive Lösung zu finden.

Wäre es nicht weitaus unkomplizierter, Mitarbeitern auf der Basis eines Zeitwertkontos in Zeiten einer geringen Auslastung eine Auszeit über mehrere Wochen bzw. einige Monate ermöglichen zu können, in der diese ihre Freizeit genießen, einen Angehörigen pflegen oder sich um die Kindererziehung kümmern können, ohne sich Sorgen um ihre finanzielle Situation machen zu müssen?

Basierend auf einer entsprechenden Kommunikation zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer entsteht so ein überzeugendes Potenzial für noch effektiveres Arbeiten.

Argument Nr. 6: Die Arbeitnehmer fordern es

Bei einer Firma eine Lehre machen und da bis zur Rente zu bleiben war vor 20 Jahren noch normal. Heute ist ein Großteil der Arbeitnehmer flexibel und scheut sich nicht eine längere Anfahrt in Kauf zu nehmen, wenn das Umfeld besser ist. Der moderne Arbeitnehmer will nicht nur ein Dienstfahrrad oder einen Obstkorb jeden morgen. Die Industrie 4.0 zeigt auch den Arbeitnehmern Ihre Möglichkeiten auf. Und in einem Unternehmen, welches Zeitwertkonten anbietet, kann ich mir eher vorstellen alt zu werden. Daher wird dieser Punkt immer wichtiger für Unternehmen.

Ausgleichszahlung bei Scheidung?

Ausgleichszahlung bei Scheidung?

Spätestens dann, wenn eine Ehe in die Brüche geht, zeigt sich, dass eine Scheidung nicht nur emotional fordernd, sondern mit einer Ausgleichzahlung auch kostspielig sein kann.

Unter anderem sind Anwälte und Ex-Partner oft darauf bedacht, jeweils zum eigenen Vorteil zu handeln und – wenn möglich – maximalen Gewinn aus der Trennung zu generieren.

Frei nach dem Motto „Was mir zusteht, steht mir zu!“ begeben sich viele auf die Suche nach Werten, die im Rahmen der besagten Scheidung aufgeteilt werden können bzw. müssen.

Nachdem hier (meist im ersten Schritt) Sparbuch und Girokonto, Bausparvertrag und Co. gecheckt wurden, fokussieren sich einige Menschen unter anderem auch auf das Zeitwertkonto des Ex-Partners. Je nachdem, wann dieses ins Leben gerufen wurde, hat sich hier immerhin oft ein beachtlicher Betrag angesammelt.

Doch was passiert mit dieser Summe eigentlich dann, wenn eine Ehe in die Brüche geht? Hat der Ex-Partner Anspruch auf einen Teil der Summe? Immerhin lassen die aktuellen Vorgaben, die beispielsweise im Bereich der Altersvorsorge vorherrschen, genau hierauf schließen. Oder nicht?

Ein grundlegender Unterschied: Zeitwertkonten sind KEINE Altersvorsorge!

Grundsätzlich gilt, dass es sich bei einem Zeitwertkonto NICHT um eine Art von Altersvorsorge handelt!

Daher ist es grundsätzlich nicht möglich, das Konto mit der besagter Altersvorsorge und deren Handhabung im Rahmen einer Scheidung zu vergleichen.

So können alle Besitzer und Besitzerinnen eines Zeitwertkontos aufatmen: im Rahmen eines etwaigen Versorgungsausgleichs wird dieses Konto nicht beachtet. Das Guthaben, das hierauf angesammelt wurde, steht allein dem Einzahlenden zur Verfügung.

Ein Urteil aus dem Jahre 2019 bestätigt diese Vorgehensweise. Hier wurde durch das Oberlandesgericht Koblenz im Rahmen einer Verhandlung festgelegt, dass der Ex-Partner kein Anrecht auf Teile des eingezahlten Geldes hat.

Weshalb geht des Ex-Partner mit Hinblick auf das Zeitwertkonto leer aus?

Im Rahmen des Urteils, das seitens des Oberlandesgerichts gefällt wurde, wurde abermals verdeutlicht, dass es der Sinn eines Zeitwertkontos ist, dem betreffenden Arbeitnehmer Auszeiten, zum Beispiel im Rahmen von:

  • Elternzeiten
  • verlängerten Urlauben
  • einer Weltreise
  • Pflegezeiten
  • Weiterbildungen

usw. zu ermöglichen. Das Guthaben, das hier eingezahlt wird, sollte unter anderem dafür sorgen, dass sich der betreffende Arbeitnehmer während besagter Auszeiten keine Sorgen über seine finanzielle Situation oder eine bestehende Sozialversicherung machen muss.

Oder anders: sie dienen einem anderen Zweck als der Altersvorsorge und werden daher im Zuge eines Versorgungsausgleichs nicht berücksichtigt.

Wichtige Anlaufstellen: Wertguthabenvereinbarung, Flexi II Gesetz und kompetente Berater

Die Tatsache, dass im Rahmen einer Gerichtsverhandlung festgelegt wurde, wie im Falle einer Scheidung mit dem Guthaben auf einem Zeitwertkonto umzugehen ist, zeigt unter anderem, dass sich in diesem Bereich immer wieder Fragen ergeben, die sich nicht spontan beantworten lassen.

Spätestens seit der Einführung des Flexi II Gesetzes im Jahre 2009 gibt es jedoch eine zentrale Anlaufstelle für alle, die sich grundlegend über das Zeitwertkonto, seine Besonderheiten und Vorteile informieren möchten.

Eine eingehende Beratung rund um dieses spannende Thema, wie sie von der Foresight GmbH angeboten wird, geht jedoch noch einen Schritt weiter. Sie bietet Ihnen den Vorteil, sich spezifisch mit Themen rund um Störfälle und Sonderfälle, wie zum Beispiel einer Scheidung, auseinandersetzen zu können.

Sprechen Sie uns gern mit Hinblick auf Ihre individuellen Fragen an, damit wir Sie unter anderem auch über all Ihre Rechte im Zusammenhang mit einem Zeitwertkonto aufklären können!